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Sondereditionen

Papenburger Rotspon

Im 18. Jahrhundert hat sich Papenburg nach Fertigstellung des vergrößerten Drostensiels (1771) zu einem bedeutenden Seeschifffahrtsstandort entwickelt – vornehmlich, weil während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges die Papenburger Schiffe, die unter westfälischer Flagge des Hochstifts Münster fuhren, von den englischen Kaperschiffen als neutral anerkannt wurden, während holländische und ostfriesische Schiffe - Ostfriesland gehörte seit 1744 zu Preußen - vermehrt gekapert wurden, weil die Niederlande und Preußen sich dem Bündnis der "Bewaffneten Seeneutralität" (1780) angeschlossen hatten. Und als 1794 die Niederlande von Napoleons Truppen erobert und zur „Batavischen Republik“ erklärt worden waren, wurden die holländischen Handelsschiffe erneut von den Engländern als feindlich erklärt.

Papenburg profitierte vom Sicherheitsbedürfnis der holländischen Reeder und Kaufleute, die ihre Güter auf neutrale Papenburger Schiffe verfrachten ließen und sogar ihre Schiffe als Papenburger Schiffe deklarierten. Auf den Rückfahrten aus Frankreich wurden neben Getreide und Salz vielfach edle Bordeauxweine als Fracht mitgebracht. Da die Eichenholzfässer, in denen der Wein während der Überfahrt lagerte, die rote Farbe des Weins annahmen, wurde der abgefüllte Tropfen „Rotspon“ (roter Span) genannt, der in Hansestädten wie Lübeck große Bedeutung erlangt hat. Auch heute noch ist die Lagerung in Eichenfässern ein bestimmendes Merkmal dieses außergewöhnlichen Weines, der auf dem Weingut Vignobles en Luberon & Ventoux aus den Rebsorten Syrah und Grenache exklusiv für unser „Papenburger Weincomptoir“ erzeugt wird.

Schinderware

Die „Glashütte Papenburg, F.C.Bauwens“ wurde 1878 am oberen Ende des Bethlehemkanals in Papenburg gegründet. Maßgebend für die Ansiedlung Gesellschaft im Obermoor waren umfangreiche, zur Glasfabrikation verwendbare Sandablagerungen in der Nähe des Fabrikgeländes und unmittelbar benachbarte, große Hochmoorflächen, die ein günstiges Feuerungsmaterial darstellten. Die auch „Alwinenhütte“ genannte Glashütte beschäftigte etwa 150 Personen, davon rund 60 Glasbläser, die in Tag- und Nachtschichten arbeiteten und täglich bis zu 50.000 Gläser und Flaschen herstellten. Es wurden alle Arten von weißen und farbigen Gläsern, Getränkeflaschen und Tintengläser wie auch Medizin- und Parfümeriegläser mit geschliffenen Glasstöpselverschlüssen produziert. Das Einkommen der Glasbläser war für damalige Verhältnisse außerordentlich gut und die Glashütte hat wesentlich zur wirtschaftlichen Entwicklung des gesamten Obenendes beigetrag.

Von alters her haben die Glasbläser in den Glashütten das Recht, in den Arbeitspausen Glasgegenstände für den Eigenbedarf herstellen zu dürfen. Dieses „geschundene Glas“ wird im Sprachgebrauch der Glasmacher als „Schinderware“ bezeichnet. Mit ihr konnte sich früher der Glasbläser nicht nur ein Zubrot zum normalen Arbeitslohn verdienen, sondern auch seine eigenen, handwerklichen Fertigkeiten unter Beweis stellen und neue Farben, Formen und Verzierungstechniken erproben. Heute steht der Begriff „Schinderware“ vor allem für kunsthandwerklich hochwertige Renommierstücke der Glaskunst - in diesem Fall auch der Kunst der Weinkellermeister.

Die „Schinderware“-Cuvée aus Weißburgunder und Chardonnay wurde abgefüllt vom Weingut Markus Pfaffmann aus Walsheim in der Pfalz als Sonderedition exklusiv für Rüthers Papenburger Weincomptoir.

Marquis de Vauban

Seit nunmehr 25 Jahren unterhalten Papenburg und Rochefort eine erfolgreiche Städtepartnerschaft. Anlässlich dieses Jubiläums möchten wir mit einer Sonder-Weinedition eine weitere Brücke zwischen beiden Städten bauen, die speziell für unser „Papenburger Weincomptoir“ abgefüllt wurde vom „Chateau Marquis de Vauban“ in Blaye, einer Stadt bedeutender Bordeaux-Weine am rechten Ufer der Gironde vor den Toren Rocheforts.

Der Marquis de Vauban (1633 – 1707), dessen Namen der Wein trägt, war französischer Generalfeldmarschall und als Festungsbaumeister Ludwigs XIV. der bedeutendste Militärarchitekt der Barockzeit. Daneben befasste er sich auch mit Fragen der Stadtplanung und des Wasser- und Verkehrswegebaus mit Schleusen, Kanälen und Aquädukten. Vor allem hat er aber als Baumeister den berühmten Marinehafen unserer Partnerstadt Rochefort errichtet, der als Marinestützpunkt Ludwigs XIV. über das damals größte Marinearsenal Frankreichs verfügte.

Wessels Roter

Heribert Wessels, geb. 1885 in Papenburg, ging - wie damals üblich - nach seiner Gesellenzeit auf Wanderschaft, um Erfahrungen in seinem Beruf als Gärtner zu sammeln. Die Reise führte ihn Anfang des letzten Jahrhunderts zunächst an den Tegernsee, dann weiter nach Südtirol, durch das Trentino und Venetien bis nach Ligurien, wo er in Genua auf seinen späteren Schwager traf, den Kapitän Heinrich Wilhelm Rieke. Mit dessen Schiff ging die Reise entlang der italienischen Mittelmeerküste bis nach Sizilien, wo er für einige Zeit in Palermo blieb.

Nach der Rückkehr von seiner mehrjährigen Gesellenwanderung machte er sich dann um 1910 in Papenburg mit einem Gartenbaubetrieb selbständig. - Wir haben in Erinnerung an dieses Abenteuer einen Nero d`Avola aus Sizilien als Weinedition ausgewählt und ihn "Wessels Roter" genannt.

Annas Weißer

Der Wein erinnert an eine weitblickende Entscheidung derehemaligen Lehnherrin von Papenburg, Reichsfreifrau Anna Theresia von Velen, die mit dem Reichsfreiherrn Clemens August von Landsberg vermählt war: Seit der Gründung Papenburgs stellt die Schleuse zur Ems für die Papenburger das Tor zur Welt dar, das durch seine jeweilige Durchfahrtbreite stets auch unmittelbare Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt hatte. Als Anna Theresia von Landesberg-Velen im Jahre 1769 das neue Drostensiel in Auftrag gab, war damit der Grundstein für den Einstieg der Papenburger Reeder und Kapitäne in die Hochsee-Schifffahrt gelegt. Mit der Eröffnung der 21 Fuß und 2 ½ Zoll breiten Schleuse und der gleichzeitigen Gründung der Großen Schiffergilde (mit dem Wahlspruch „God is myn Leidsman“) begann ab 1771 in Papenburg eine Periode städtischen Aufschwungs und wirtschaftlicher Prosperität.

Der Wein aus der Rebsorte Rivaner wird vom Weingut Georg Naegele aus Hambach in der Pfalz vinifiziert und exklusiv für unser „Papenburger Weincomptoir“ abgefüllt. - Das Etikett der Weinedition zeigt die Bauzeichnung, die der Schleusenbaumeister Herman Stoltz aus Leer 1769 als Vertragsunterlage angefertigt hat und deren Original mit dem Siegel der Familie von-Velen sich im Staatsarchiv in Münster befindet. Die Rückseite ziert das Wappen der Familie von Landsberg-Velen.